Inkassoverfahren von Paigo – Betrugsversuch

Palim Palim,
in diesem Beitrag geht es nicht um Geldanlage oder Sparmöglichkeiten. Ich bin Opfer eines Betrugsversuches / Identitätsdiebstahls geworden, der mir durch ein Inkassoschreiben des Dienstleisters Paigo aufgefallen ist. Jetzt kann ich euch teilhaben lassen, wie ich das Thema aus der Welt schaffen konnte.

Ausgangssituation / Inkasso von Paigo

Am 10. Juni habe ich ein Schreiben von einer Firma namens Paigo erhalten, das mit Persönlich / Vertraulich korrekt an mich adressiert war. Im Betreff stand nur Inkassoverfahren. Danach wird dargelegt, dass es angeblich eine Forderung von PayPal Pte. Ltd. gegen mich über 614,95€ gibt.

Das betreffende paypal Konto wird hierbei ebenfalls aufgeführt und was soll ich sagen: Meins ist es nicht, aber mit viel Fantasie könnte es meins sein. Zumindest kommen in der falschen Outlook Emailadresse mein Vorname und Teile meines Nachnamens vor.

Die Forderung soll am 22.04.entstanden sein, durch „Vertragsabschluss im Internet“. Also hat jemand mit diesem falschen Paypalkonto anscheinend tatsächlich Ware in einem Onlineshop gekauft.

Zu der Hauptforderung, die Paigo gegen mich beitreiben möchte, kommen noch 54,05€ Mahnkosten und 0,56€ Zinsen.

Insgesamt werde ich mit einer GESAMTFORDERUNG von 669,56€ konfrontiert. Für die Zahlung wird mir eine Frist bis zum 16.06. gesetzt. Also sportliche 6 Tage.

Ich denke an dieser Stelle muss nicht extra erwähnt werden, dass ich keine Ware für 614,95€ über das aufgeführte paypal Konto gekauft habe und erstmal ziemlich sauer war, wie man mir nur solche Briefe schicken kann.

Was ist Paigo?

Ich habe als erstes recherchiert, was Paigo überhaupt ist. Ist die Firma selbst nur eine Fake-Adresse für Betrüger oder handelt es sich um einen echten Dienstleister? Schließlich könnte es gefährlich sein in der Antwort auf das Schreiben weitere Daten zu kommunizieren, wenn diese dann wieder bei Betrügern landen.

Paigo ist aber ein eingetragenes Inkassounternehmen und Mitglied im Verband der deutschen Inkassounternehmen. Mit 100-200 Mitarbeitern scheinen dort auch recht viele Menschen zu arbeiten.

Über Arvato gehört Paigo zum Bertelsmannkonzern und scheint nach meiner Google Recherche nicht nur paypal als Kunden zu haben, sondern auch Forderungen von Amazon, Vodafone und der Deutschen Bahn einzutreiben.

Also bin ich davon ausgegangen, dass ich es hier nicht mit einem unseriösen Dienstleister zu tun habe. Sondern mit einem Unternehmen, das für die großen Konzerne die „Härtefälle“ übernimmt.

Schritt 1: Reaktion auf das Inkassoschreiben von Paigo

Glücklicherweise war meine Wut durch die Recherche dann ein wenig verraucht und ich habe beschlossen an die aufgeführte Emailadresse von Paigo eine Stellungnahme zu schicken:

…heute habe ich einen Brief von Ihrem Unternehmen mit einer Inkassoforderung über 669,56€ erhalten.

Diese Forderung bestreite ich hiermit!

Es gibt keine zugrunde liegende Bestellung oder Lieferung / Leistung meinerseits. Es gibt kein Paypalkonto …@outlook.de.

Scheinbar sind mein Name und meine Adresse für betrügerische Aktivitäten genutzt worden.

Ich bitte im Rahmen der Rechtsverfolgung dringend darum mir kurzfristig offenzulegen, wer der Auftraggeber ist, um welche Ware es sich gehandelt haben soll und wohin diese Ware geliefert wurde.

Wichtig wäre in diesem Zusammenhang auch die IP Adresse, von der aus das Konto eröffnet wurde. Diese und die Versandadresse der Leistung wird mich zu 100% entlasten.

Außerdem bitte ich um Offenlegung, mit welchen Informationen zu meiner Person ein Paypalkonto eröffnet wurde, dass man mit über 600€ überziehen kann. Ich gehe davon aus, dass nur Name und Anschrift für ein solches Konto nicht genügen und möchte gern herausfinden, welche Lebensbereiche eventuell noch betroffen sind.

Ich werde diesen Vorgang dann mit den von Ihnen bereitgestellten Daten zur Anzeige bringen.

Unterrichten Sie Ihren Auftraggeber bitte darüber und weisen Sie daraufhin, dass das Paypalkonto …@outlook.de sofort zu sperren ist

Meine Email an Paigo

Leider wurde meine E-Mail bis zum Verstreichen der Zahlungsfrist am 16.06. nicht beantwortet. Also habe ich bei Paigo angerufen.

Es mag daran gelegen haben, dass meine Wut nach einer Woche mit dem Schreiben auf dem Tisch schon ziemlich abgeklungen war oder daran, dass der Mitarbeiter dort extrem gut geschult war. Auf jeden Fall war das Gespräch mit dem Paigo Mitarbeiter sehr angenehm und lösungsorientiert.

Nachdem ich ihm erläutert hatte, dass ich glaube Opfer eines Betruges geworden zu sein hat er mir Tipps gegeben, wie ich das Thema aus der Welt schaffen kann.

Tipp 1: Kontakt zum Auftraggeber des Inkassos aufnehmen (bei mir paypal)
Tipp 2: Strafanzeige bei der Polizei erstatten

Von der Definition her bin ich übrigens wohl nicht Opfer eines Betruges geworden, sondern eines Identitätsdiebstahls.

Leider habe ich die von mir geforderten Daten zum Vorgang nicht bekommen, da Paigo diese als Dienstleister garnicht vorliegen hat.

Schritt 2: Telefonat mit paypal zum Betrugsfall / Identitätsdiebstahl

Bei paypal bin ich nach der positiven Erfahrung mit Paigo dann direkt auf das Telefon umgestiegen und habe dort angerufen. Unter der Hotline 0800 7234500 bin ich nicht durchgekommen und habe mir die 069 945189832 rausgesucht.

Leider kann ich euch nicht mehr genau schildern, welche Auswahl ich getroffen habe. Auf jeden Fall ging es ohne Kundenservice PIN oder Telefonnummer und bei der Themenauswahl bin ich dann in das Menü verdächtige Emails / Sicherheitsbedenken gekommen.

Auch dort bin ich glücklicherweise ebenfalls auf einen sehr fähigen und freundlichen Mitarbeiter gestoßen, der das Thema mit mir zusammen angegangen ist. Er hat die Kontensperre vorgenommen und dafür gesorgt, dass die Sperrung der falschen Identität keine Auswirkungen auf mein richtiges paypal-Konto hat.

Vermutlich hat es auch geholfen, dass es von mir ein echtes paypal-Konto gab und der Mitarbeiter dort nachvollziehen konnte, dass dieses bisher immer ordentlich gedeckt war.

Damit wurden die Inkassoaktivitäten erstmal gestoppt. Mir wurde zudem zugesagt, dass das Verfahren eingestellt würde, wenn die Strafanzeige vorliegt.

Leider durfte mir der Mitarbeiter keine zusätzlichen Informationen zu der betrügerischen Transaktion geben. Er konnte nur sehen, dass die Ware bei Mediamarkt gekauft wurde. Das eventuell hinterlegte Bankkonto oder die Adresse, an die die Ware versendet wurde durfte er mir jedoch nicht mitteilen, weil dies erfahrungsgemäß oft ebenfalls gestohlene Daten anderer Menschen sind.

Er teilte mir mit, dass diese Daten von der Polizei im Rahmen der Ermittlungen dann über eine Schnittstelle bei paypal abgerufen werden.

Schritt 3: Anzeige bei der Polizei

Bei der Polizei habe ich dann nach einem einfachen Weg gesucht die Sachlage zu schildern. In NRW ist das ohne weiteres möglich. Es gibt ein Onlineportal für sowas. https://service.polizei.nrw.de/anzeige Dort kann man seine Anzeige online erstellen und alle nötigen Hinweise zum Sachverhalt geben. Da mir mittlerweile die relevanten Daten für die Anzeige bekannt waren, habe ich dort die Formulare ausgefüllt und eine Bestätigung über meine Anzeige per Email bekommen.

Bis heute wurde ich leider nicht von der Polizei hierzu kontaktiert. Es hätte mich gefreut zu erfahren, ob derjenige der sich meinen Namen für irgendwelche Betrügereien ausgeliehen hat, identifiziert werden konnte und bestenfalls in Untersuchungshaft sitzt. Das Strafmaß fängt wohl bei Geldbußen an und geht bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe. Leider ist von letzterem wohl nicht auszugehen. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Ende der Geschichte:

Die Anzeige bei der Polizei scheint zumindest bewirkt zu haben, dass paypal und Paigo nun die Verfolgung der Forderung bei mir aufgegeben haben und den echten Schuldner / Betrüger / Identitätsdieb gemeinsam mit der Polizei suchen.

Ich bekam am 22.06. eine Email in der steht:

Einstellungsmitteilung

Guten Tag …,

mittlerweile liegen uns neue Informationen vor. Aus diesen geht hervor, dass kein Anspruch gegen Sie besteht. Deshalb haben wir die gegen Sie gerichtete Angelegenheit eingestellt.

Wir entschuldigen uns vielmals für die Unannehmlichkeiten, die Ihnen entstanden sind.

Mail von Paigo

Vielleicht wird also doch bald jemand seine Zelle beziehen 🙂

Tipp zum Abschluss:

Um herauszufinden, ob der Identitätsdieb es noch auf anderen Wegen versucht habe ich im August einen ganz spannenden Service bei der SCHUFA entdeckt. Dort kann man „meineSCHUFA plus“ bestellen. Ein Überwachungstool mit zusätzlichem Identitätsschutz.

Prüft jetzt eine Firma wie paypal oder ein großer Versandhändler ein neues Kundenkonto auf meinen Namen bei der SCHUFA und möchte Rechnungskauf / Kauf auf Kredit anbieten, bekomme ich eine Nachricht.

So kann ich frühzeitig einen Riegel vorschieben, indem ich rechtzeitig alle Auskunfteien sperre und dadurch keine Zahlungen auf Rechnung oder Kredit auf meinen Namen mehr zulasse.

Einmal pro Jahr könnt ihr eure SCHUFA Auskunft auch Gratis bestellen und bekommt eine Übersicht aller bisherigen Anfragen. Dazu sucht ihr euch hier die Variante Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO).

Update:

Kleines Update zum Sachverhalt 28.12.21:
Heute erreichte mich ein Schreiben von der Staatsanwaltschaft mit folgendem Inhalt.

Strafanzeige gegen XXX XXX
Tatvorwurf Computerbetrug

Sehr geehrter …,

das aus Ihrer Strafanzeige eingeleitete Verfahren wird hier unter dem oben angegebenen Aktenzeichen bearbeitet.

Falls nicht Anklage erhoben werden sollte, erhalten Sie weitere Nachricht.

Es besteht also tatsächlich Hoffnung, dass jemand für „Computerbetrug“ belangt wird. Das Strafmaß hierfür liegt zwischen Geldstrafe und 5 Jahren Freiheitsstrafe. So hat sich der Weg über die Anzeige und die schnelle Reaktion dann am Ende hoffentlich gelohnt und es werden zumindest von diesem Täter nicht noch mehr Identitäten gestohlen.

Übrigens gab es im September schon wieder einen Versuch an meine persönlichen Daten zu kommen. Mehr dazu hier:

Disclaimer

Dieser Post \"Inkassoverfahren von Paigo - Betrugsversuch\" spiegelt meine Meinungen und Erfahrungen zu den dargestellten Themen wieder. Er beinhaltet keine Anlage- oder Investmentempfehlung.

Ausgehende Links sind teilweise Affiliatelinks, für deren Nutzung eine Vermittlungsprovision an mich fließen könnte. Hierdurch wird der Blog gesponsert.

25 Gedanken zu „Inkassoverfahren von Paigo – Betrugsversuch“

  1. Danke für deinen Einblick – immerhin mit gutem Ausgang – allerdings nervt es natürlich ungemein so viel Zeit und Energie auf so etwas verwenden zu müssen! Hatte das vor vielen Jahren auch mal bei Ebay in dem meine Identität ein Verkäufer angenommen hat – ging ohne Polizei über ebay immerhin.

    1. Hi Thomas,
      da hast du völlig Recht. Das geht einem richtig auf die Nerven. Ich vermute ich hatte wirklich Glück, dass meine Ansprechpartner auf beiden Seiten so kooperativ waren.

      1. Danke für deinen Ausführlichen Bericht, den ich über Google gefunden hab.
        Wir haben nämlich nun das gleiche Problem was Paigo betrifft, es geht um Paypal in Singapur, wir wohnen in Rheinland Pfalz. Ich kann mich noch an letztes Jahr erinnern (12/2020), als wir eine Mahnung bekamen, da das Paypal Konto angeblich nicht gedeckt war. Meine Freundin hatte seit jahren kein Paypal Konto mehr genutzt. Als wir uns einloggten, war auch kein Betrag zu sehen, es stand auf 0 Euro. Da sie es nicht gebraucht hat, haben wir es gelöscht. Heute, nach 11 Monaten! kommt aufeinmal ein Schreiben, vom Amtsgericht hier bei uns in der Stadt. (Ist eigentlich wohl als Einschreiben gedacht, hat aber normal im Briefkasten gelegen). Jetzt geht es wieder um die Zahlung plus Zinsen etc. Weiss jetzt gar nicht, ob ich es einfach ignoieren soll, Widerspruch einlegen oder wie du, Anzeige erstatten, was auch Online geht.
        Der ganze Krempel nervt nur, als ob man für so ein Mist Zeit hätte.
        Gruss
        Thomas

  2. Spannend, hatte auch schon etwas in der Richtung. Habe dann Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft gestellt, hatte dafür viele Infos zum Täter ermittelt. Auch die Geldinstitute bezüglich der Verwendung und Speicherung meiner Daten habe ich angeschrieben, diese hatten mich auch nach dem Wissen eines Betruges nicht nach DSGVO informiert…

    Check mal deine Schufa, durch meine jährliche Prüfung ist mir die Sache dort aufgefallen.

  3. Hallo Jens,

    Vielen Dank für deinen Beitrag, auf den ich gestoßen bin, weil ich „Paigo“ zunächst für etwas unseriöses gehalten habe und danach suchte. Deine Geschichte hat mir geholfen, ich bin genau so vorgegangen. Bei mir ging es darum, dass für meinen verstorbenen Vater mehrere PayPal-Accounts angelegt wurden und darauf munter bestellt wurde. Nun war das mit der Sterbeurkunde recht schnell aus der Welt geschafft und ich muss sagen, sowohl PayPal als auch Paygo haben sich super verhalten (telefonisch und e-mail) ich habe seit dem nichts mehr davon gehört.

    Frank

  4. Mein Verlobter hatte heute einen Anruf von denen bekommen. Die haben ihm aber nicht gesagt um was es genau geht. Post kam hier niemals an. Das macht uns schon stutzig

    1. Hi Melfy,
      das kann ich verstehen. Ist auch eher seltsam. Der Mitarbeiter von Paigo, den ich am Telefon hatte war eigentlich recht hilfsbereit. Aber ich hatte auch das Schreiben im Briefkasten und hab mich aktiv bei denen gemeldet.

      1. Hallo! Habe heute einen Brief von paigo bekommen und das Schreiben ist vom 29.09.2021 und muss einen Betrag direkt zum 04.10.2021 leisten. Ich habe aber nichts bestellt. Was nun? Bin echt baff.. Wie soll ich mich verhalten? Ganz liebe Grüße.

        1. Hi Iris,
          das is ja wie in meinem Fall. Gezahlt hab ich erstmal nicht, aber hab dann direkt angerufen und mich durchgefragt.
          Es besteht ja anscheinend keine gültige Forderung gegen dich.
          Weißt du denn für wen Paigo da versucht Geld zu bekommen?

  5. Leute, lasst Euch von irgendwelchen Inkasso-Mahnungen und Zahlungssaufforderungen nicht beeindrucken. Es sei denn, Ihr schuldet dem angeblichen Gläubiger…tatsächlich Geld. In diesem Fall unbedingt beachten: Setzt Euch n u r dann mit dem Gläubiger in Verbindung und regelt Zahlungen…Ratenvereinbarung.. ausschließlich direkt. In keinem Fall Zahlungen an InkassoFirmen direkt….dort versanden Zahlungen i n (erdachte) Kosten – Zinsen etc.

    Grundsätzlich gilt: Inkassogesellschaften können nur Mahnen und Leute einschüchtern. Vollstreckungsmaßnahmen dürfen sie nicht veranlassen und auch keinen Gerichtsvollzieher beauftragen. Zur Not hilft dann nur Betrugsanzeige….

    Gerhard, Lüneburg

  6. Sehr vielen Dank fur deine ausführliche Geschichte /Anleitung. Mir ist heute GENAU das gleiche passiert, und als ich mich wieder ein bisschen zusammengerissen habe,erst bei Google angefangen und auf deine Erlebnisse gestoßen,und genau alles so gemacht.

    Sofort Paigo angerufen, da war schon klar das meine Geburtsdatum nicht überein kam. PayPal angerufen, die haben mich erzählt daß das PayPal-Konto mit ein ungedeckten Bankkonto eingestellt war -selbstverstandlich nicht mein Bank. Haben das Konto sofort gesperrt und abgezeichnet das es nicht zu meine Name gehört. (Und selbst habe ich überhaupt kein Konto).

    Danach ab zum Polizei, wo meine Anzeige aufgenommen würde, Aktennummer an Paigo mitgeteilt, und hoffentlich ist damit Schluss.

    Du hast mich wahrscheinlich ein Par schlaflose Nächte und viel Panik gespart. Nochmals vielen Dank.

  7. Danke für den Artikel! Ich habe heute auch ein Schreiben erhalten allerdings soll die Foderung seitens Amazon bestehen.
    Das Gute ist, dass ich bereits 2 Telefonate hatte, wo ich mit Amazon sprach wegen Aktivitäten auf meinem Konto, welche nicht von mir aus kamen.
    Diese wurden auch aufgezeichnet. Ich bin nun mal sehr gespannt.

    1. Hi Manuela,
      Danke für deinen Kommentar. Heißt das, dass bei dir jemand die Zugangsdaten zum Amazon-Konto hatte und damit Dinge bestellt hat?

  8. Ich habe auch seit einigen Wochen Stress mit Arvato/Paigo. Ich rief nach einer Forderung von Arvato bei Amazon an, wo man mir mitteilte, das entsprechende Betrugskonto sofort gesperrt zu haben. Man sagte mir, dass damit die Sache erledigt sei. Kurz später 2 Mahnungen durch Paigo. Ich rief dort an um zu schildern um was es geht. Ich soll Anzeige wegen Identitätsdiebstahl machen und denen eine Kopie senden. Allerdings möchte ich denen nicht meine echten Daten zukommen lassen. Amazon meinte ich solle denen keine Daten von mir geben.

  9. Huhu!

    Danke für deinen Artikel. Ich hatte heute ebenfalls Post von besagtem Inkassounternehmen. Laut Amazon ist mein Konto in Ordnung. Es muss also ein Fake Konto geben.
    Ich soll das schreiben bei Amazon hochladen, weiß aber noch nicht so ganz wie und wo.

    Aber ich werd mich das schon durch arbeiten …
    Anzeige erstattet und ich melde gleich meine Strafanzeige an Paigo.

  10. Habe auch Probleme mit Paigo. 2021 haben die irgendwelche Forderungen gestellt. Ich wollte wissen wo für.
    Statt einer normalen Antwort bekam ich noch eine Forderung mit einer noch höheren Summe. Wir haben den Verbraucherschutz angerufen. Die haben uns dann ein Formelar aus dem Internet empfohlen das wir der Polizei geschickt haben. Damit war die Anzeige gegen Paigo gestartet.
    Die Polizei hat alles weitere veranlasst. Nach ein paar Tagen haben wir von Paigo Bescheid bekommen das ein Versehen vorlag
    Und keine Forderungen an uns bestehen.
    Jetzt haben wir wieder eine Mahnung von Paigo. Wir müssen das ganze noch mal durchspielen.
    Eine recht nervige Sachen.
    Wer weiß was danach kommt.

  11. Hallo heute bekam ich auch per imail 2 Rechnung von paigo. Sollte bis 6.5 meine Rechnung bezahlen von Vodafone. Allerdings hat Vodafone eine abucherlaubnis und weiß genau das ich mit nicht im Rückstand bin. Da es jetzt aber eine Inkasso Gesellschaft ist wriss ich nicht ob ich es ignorieren soll . Bin durch das durchsuchen im Internet auf diese schreiben von Ihnen gestoßen und fand es sehr interessant.

    1. Hallo Marion,
      ich würde einfach mal bei Paigo unter der angegebenen Telefonnr. anrufen, vielleicht können die erklären, woher der angeblich offene Betrag kommt.

  12. hallo leute auch ich werde seit monaten von paigo mit mahnungen bombadiert forderungen von amazon soll was bestellt haben aber ich hab mit dem amazon vertrieb LV vereinbart seit ich dort kunde bin ich bat das sie mir den bestellvorgang zu kommen liesen auch nicht passiert dann haben sie aufgeliestet so klein das ich es kaum entziffern konnte was ich bestellt haben soll aber seit jahren wenn ich bestelle wird das von meinen konto abgebucht das kam mir koscher vor sagte hab dies nie erhalten und amzon sagte konto sei ok habe keine schulden bei amazon dann soll ich anzeige wegen identitätsdiebstahl machen das wer wohl mein konto hergenommen hat sprich meinen namen und hat bestellt und ich soll das bezahlen was ich nicht bestellt habe denn bei amazon kannst du sehen was du bestellt hast und dann buchen die das ab hab das paigo mitgeteilt und sagte dem amazon mitarbeiter das er mein konto checken solle da teilte er mir mit sei alles in ordnung und ich hab keine offenen rechnungen also muss damals wer mein namen genommen haben und bestellt haben aber der kann das konto wieder gelöschst haben das man ihn nichtmehr aufspüren kann ich leb in bayern was kann ich tun das mich paigo in ruhe lasst die können nichts vorweisen das ich die ware erhalten habe weil ich das von dene verlangte sollen beweisen das ich das erhalten habe ich kann weiterhin bei amazon bestellen also war die bestellung ein fake denn wenn man wo schulden hat müssen die erst beglichen werden bevor man wieder kreditwürdig wie man sagt ist und wieder ware bestellen könne also ist mein amazon konto sauber das soll derjenige zahlen wo fakekonto mit meinen namen machte und auf mein namen bestellte und wenn der denkt übernimm seine kosten da hat der sich gewaltig geiirt

    1. Hallo Birgit,

      Leider ist dein Kommentar für mich recht schwer zu lesen. Den Identitätsdiebstahl anzuzeigen ist ein guter Weg. Dann bekommst du ein Aktenzeichen der Polizei für den Vorgang.

      Ansprechpartner für dich ist wohl in erster Linie Amazon, die den Fakeaccount, der auf dich erstellt wurde löschen müssen und Paigo gegenüber den Inkassoauftrag zurückziehen müssen. Vermutlich war es nicht dein eigener Account, sondern ein Zweitaccount auf deinen Namen.

      Ich hoffe das hilft dir.

      Viele Grüße und viel Erfolg,
      Jens

  13. Hallo Leute, bei mir ist es so, dass ich über Amazon am 31.03.22 etwas über € 13,99 bestellt habe und fristgerecht am 11.04.22 an Avarto Payment bezahlt habe. Leider konnte man die Zahlung nicht zuordnen. Am 09.05.22 erhielt ich von Arvato für Amazon die 2. Mahnung. Leider konnte ich wegen Urlaub aber erst am 09.05.22 reagieren und habe eine Mail (nach erfolgten Anruf bei Amazon) an monatsrechnung@amazon.de mit allen Unterlagen (Überweisungsabbuchung usw.) geschickt. Ich erhielt am gleichen Tag von Amazon eine Mail, dass meine Zahlung gefunden wurde und ordnungsmäßig verbucht wurde ( mit Auszug meines Amazonkontos). Mein Konto ist ausgeglichen. Am 12.05.22 erhielt ich aber die Zahlung als nicht zuzuordnen wieder zurück. Am 20.05.22 bekam ich von Paigo GmbH, eine Mahnung über die abgetretene Forderung der Avarto Payment Solutions GmbH mit Mahngebühren und Zinsen über € 35,07. Ich habe sofort angerufen und um Klärung gebeten. Zzgl. habe ich auch eine Mail an Paigo mit allen Unterlagen und der erneuten Zahlungsanweisung (ohne Mahngebühren) an Arvato Payment geschickt. Es wird aber leider nichts geklärt. Jetzt habe ich weitere Mahnungen über die Mahngebühren von € 21,06 erhalten. Ich habe nochmals 2 x per Mail den Sachverhalt mit allen Unterlagen mit der Bitte um Klärung und Ausbuchung der Mahngebühren hingeschickt. Keine Reaktion. Im Gegenteil. Ich erhalte weiterhin Mahnungen mit Auflistung der Mahngebühren und erneuter Fristsetzung und dem Hinweis §§ 280, 286 BGB – Der Verzugsschaden ist vom Schuldner zu ersetzen. Hierzu gehören z.B. die Verzugszinsen, Kosten für Mahnschreiben und die Kosten für die Inanspruchnahme eines Inkassounternehmens oder eines Rechtsanwalts. Was soll ich tun? Ist ja nicht mein Verschulden.

    1. Hallo Angelika,
      leider habe ich da keine wirklich gute Idee für dich.
      Eigentlich kann nur Amazon als Auftraggeber den Inkassoauftrag zurückziehen.
      Solange die Paigo gegenüber nicht angeben, dass es wegen falscher Zuordnung doch keinen Verzugsschaden gab, dürftest du es mit dem Verzicht auf die Inkassokosten schwer haben.

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