Die richtige Photovoltaikanlage für unser Haus. Der richtige Elektriker? (Teil 2)

In Teil 1 dieser Beitragsserie habe ich mir ausgerechnet, dass eine Photovoltaikanlage ohne Speicher für uns derzeit am attraktivsten wäre. Wie derzeit üblich würde das Einspeiseverfahren Eigennutzung + Überschusseinspeisung verwendet. Ich war dabei zu recherchieren, wie groß der Vorteil einer selbst montierten Photovoltaikanlage gegenüber dem „Solarteur“ wäre. Was ist seitdem geschehen?

  • Ich habe die Anlage noch einmal kostenseitig und planungsseitig über den Haufen geworfen.
  • Erste Erkenntnisse auf dem Weg zum Elektriker für den Eigenbau?

Meine überarbeitete Planung:

In Teil 1 hatte ich eine Anlage auf allen mehr oder weniger geeigneten Dachflächen kalkuliert, um die maximale Stromausbeute zu erzielen. Dabei bin ich auf 36 PV-Module mit 14kwp und ca 11.873 kwh Stromertrag pro Jahr gekommen. Es heißt zwar immer man soll das Dach so voll wie möglich packen, aber in meinem Fall wäre das kaufmännisch nicht so sinnvoll.

Quelle: PV-Sol

Nicht bedacht habe ich bei meiner Planung, dass ich durch das Layout (verschiedene Neigungen zur Sonne) und die Verschattung, nicht mit einem einzelnen Wechselrichter auskommen kann. Das heißt ich senke durch zusätzliche Module nicht die Fixkosten ab. Die „schwächer“ positionierten Module auf der Gaube und der Garage würden mich sogar mehr kosten durch zusätzliche Modulwechselrichter.

Kurz gerechnet schätze ich für die beiden Hauptdachflächen Materialkosten von 9.391€ bei einem Ertrag von ca. 8.264kwh, also ca. 1,14€ pro kwh. Auf der Gaube und der Garage entstehen 4.776€ Kosten, bei 3.609kwh Ertrag, also ca. 1,32€ pro kwh.

Die Mehrkosten von 14% wären vermutlich nicht weiter schlimm, wenn diese zusätzlichen 3.609kwh die Eigennutzung des erzeugten Stroms deutlich erhöhen würden. Da aber schon das Hauptdach den Großteil der Tagesnutzung erzeugen würde, erzielen die Nebendächer vermutlich nur Erträge von 0,0685€ pro kwh, also 247€ Einspeisevergütung im Jahr. Das ist bei einer geplanten Investition von Minimum 4.776€ deutlich zu wenig.

Deswegen habe ich beschlossen mit einer kleineren Anlage zu beginnen. Wir werden nur das Hauptdach mit 2×12 Modulen belegen.

Erste Erkenntnisse zum Elektriker

Mittlerweile sind aus dem Freundeskreis, der Familie und der Nachbarschaft einige Elektriker für die PV-Anlage vorgeschlagen worden. Außerdem habe ich ein paar Betriebe aus der Region abtelefoniert. Im Gegensatz zu meinen ersten Versuchen bin ich dabei deutlich erfolgreicher gewesen und habe jetzt ein erstes Materialangebot auf dem Tisch. Das liegt wohl auch daran, dass die Detailplanung deutlich präziser ist, als noch vor 4 Wochen. Um einen Elektriker für eine Eigenbau-Photovoltaikanlage zu finden, muss man also scheinbar länger suchen.

Außerdem wohnt der favorisierte Elektriker um die Ecke und wird vor der weiteren Planung einen Termin mit mir wahrnehmen, um das Vorgehen durchzusprechen und sicher zu gehen, dass Material und geschätzter Aufwand passen.

Wichtig! Wer einen Elektriker für den Anschluss und die Abnahme einer selbst montierten Photovoltaikanlage sucht, der sollte davon ausgehen, dass der Elektriker sein eigenes Material anbieten möchte. Dadurch hat er eventuell Garantieleistungen vom Großhändler, oder kennt sich mit der Fachplanung bereits besser aus.

Ich habe bisher keinen gefunden, der im Internet bestelltes Material abgenommen hätte. Also nicht einfach das nächste Online-Schnäppchen kaufen, bevor man nicht weiß, wer es nachher anschließt und seinen Stempel drunter setzt.

Wie habe ich einen Elektriker für die Installation einer „selbstgebauten PV-Anlage“ gefunden?

Meine Email für die Projektvorstellung an die Elektriker sieht wie folgt aus:

Hallo …,

wie heute Nachmittag telefonisch besprochen die Konfiguration, die ich mir für unser Dach bisher zusammengestellt habe.

Montieren würde ich gern 2 Felder rechts und links der Gaube mit je 12 Modulen.

Größe pro Fläche 3,50m x ca. 7,00m. Da das Dach aber noch saniert wird, werden wir den Dachüberstand vermutlich etwas verlängern. Die Module sollten also optimalerweise maximal 1730mm lang sein.

Bisher hatte ich folgende Module und WR angedacht:
Solarmodule: 9,84 kWp – JA Solar JAM54S30-410 (24 Stück)
Wechselrichter: Kostal PLENTICORE plus 7.0 + Kostal Smart Energy Meter

Für das von mir bisher geplante Material habe ich eine Excelliste angehängt. Allerdings würde ich Ihrer Fachkenntnis beim Material natürlich mehr vertrauen.

Dacharbeiten und Aufdachverkabelung würde ich selbstständig ausführen. Die Leitungen würden durch einen stillgelegten Schornstein in den Keller zum Wechselrichter geführt. Dieser kann m.E.  im Flur neben dem Zählerschrank montiert werden.

Über Ihre Rückmeldung und ein Angebot für das Material (oder alternatives Material) sowie Beratung zur Verkabelung der Aufdachmontage, Anschluss des WR, Netzanschluss, Anmeldung würde ich mich sehr freuen.

Mit besten Grüßen…

Dieser Email ist immer ein qualifiziertes Telefonat vorausgegangen, indem ich grob geschildert habe, wie der Plan ist und mir das OK abgeholt habe, dass sich die Firma die Arbeit grundsätzlich vorstellen kann.

Zudem sind viele Pläne und Abbildungen aus Teil 1 des Beitrags angehängt und eine vollständige Materialexcelliste mit Kostenaufstellung. Diese sah bisher so aus:

NameStückPreis netto
Solarmodule 9,84 kWp – JA Solar JAM54S30-410244.013
Kostal PLENTICORE plus 7.0 + Kostal Smart Energy Meter13.410
Schletter Modultragprofil Solo 4,4m10550
Schletter Endklemme 30-40mm schwarz1650
Schletter Mittelklemme 30-40 mm schwarz1652
Kunststoff Endkappe schwarz1017
Dachhaken 2+ 45801.136
Schrauben 8×100 Tellerkopf verzinkt200149
Kabel 6mm100m126
Kabelstecker 2048
Clip Kabelbinder10042
Kabelbinder10042
„Blitzschutz“ PV Anlage1170

Die Mengen und Preise passen scheinbar noch nicht ganz zu dem, was der Elektriker üblicherweise anbietet (er war glücklicherweise fast 1.000€ günstiger), aber haben dem Fachbetrieb gezeigt, dass ich alle relevanten Punkte auf der Liste hatte und mir schon Mühe bei der Planung gegeben habe. Das Angebot wäre also für den Betrieb keine verschwendete Zeit.

Wir leben aktuell einfach in einer Phase, wo sich die Handwerker ihre Projekte noch aussuchen können und keiner hat Lust auf uninformierte Bauherren.

Soviel zum Update. Nach dem Termin mit dem Elektriker werde ich weiter berichten. Ich hoffe diese kleine Beitragsreihe ist für euch interessant. Gebt mir gern ein kleines Feedback (besonders, wenn ich irgendwo völlig auf dem Holzweg bin)

Disclaimer

Dieser Post "Die richtige Photovoltaikanlage für unser Haus. Der richtige Elektriker? (Teil 2)" spiegelt meine Meinungen und Erfahrungen zu den dargestellten Themen wieder. Er beinhaltet keine Anlage- oder Investmentempfehlung.

Ausgehende Links sind teilweise Affiliatelinks, für deren Nutzung eine Vermittlungsprovision an mich fließen könnte.

7 Gedanken zu „Die richtige Photovoltaikanlage für unser Haus. Der richtige Elektriker? (Teil 2)“

  1. Hallo,

    Du fuchst dich da ganz schön rein – Respekt 👍

    Aber hast du dir schonmal überlegt, ob es nicht sinnvoller wäre, die ca. 14.000 € zu nehmen und einfach an der Börse in einem breit gestreuten ETF anzulegen?

    Ich habe damals in 2011 eine PV-Anlage auf das Dach meines Elternhauses bauen lassen. Damals dachte ich noch, das wäre eine gute Investition.
    Aber ich hatte die Inflation nicht mit einberechnet und die Alternative Anlage an der Börse.
    Hätte ich das Geld damals in den MSCI World gesteckt statt in die PV-Anlage, wäre ich heute ca. 70.000 € reicher und nach 20 Jahre Laufzeit ca. 188.000 € (wohlgemerkt Netto) vermögender.

    Wenn ich so darüber nachdenke, sollte ich da mal einen Beitrag auf meinem Blog zum Thema schreiben ✍️ 💬

    1. Hallo Manuel,

      grundsätzlich wäre natürlich auch eine Aktieninvestition immer eine gute Idee (wobei du 2011 natürlich auch einen sehr guten Zeitpunkt erwischt hättest). Es wäre sicherlich am einfachsten alle meine Investitionen auf MSCI World zu bündeln und zu hoffen, dass sich die Vergangenheit wiederholt. Denn auch meine Immobilie bedeutet natürlich viel mehr Aufwand, als ein ETF und eine Mietwohnung. Ich bin allerdings ein Freund von breiter gestreutem Risiko und vom Ausprobieren und Lernen.
      Eine PV-Anlage würde m.E. langfristig eine ordentliche Kostenersparnis bringen und hoffentlich auch eine akzeptable Rendite. Sollten meine Überlegungen später je in Richtung FIRE oder reduzierte Arbeitszeit gehen, wäre es schön geringere Ausgaben abdecken zu müssen als heute. Mietfrei und einigermaßen Energieautark wären für mich dabei wichtige Aspekte und reduzieren meinen zukünftigen Kapitalbedarf dann deutlich. Vermutlich würde ich für die PV-Anlage auch wieder zweckgebunden Fremdkapital aufnehmen. Es fällt den Banken typischerweise leicht solche Investitionen zu finanzieren und die Anlage würde sich durch die erzeugte Einsparung dann fast komplett selbst bezahlen, ohne dass es meine Sparquote belasten würde.
      Letzter Aspekt: Ich kann viel besser schlafen mit breit gestreuten Assets wie Aktien, Immobilien, LEGO-Sammlung, Camper, PV-Anlage, als ich es mit einer reinen Aktieninvestition je könnte. Der Mix liefert zwar keine optimale Performance, aber schwankt auch deutlich weniger stark. Mit Familie und Verantwortung für Dritte steigt wohl das Sicherheitsbedürfnis.

      1. Hallo,

        ich habe seit Januar diesen Jahres eine 11,25 kWp Anlage auf meinem Dach und möchte meine Erfahrungen gerne mit dir teilen. Ich versuche mal alles soweit chronologisch wiederzugeben🙂.
        Meine Frau und ich hatten im Oktober letzten Jahres begonnen, uns mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen. Die Voraussetzungen an sich sind gut, wir haben eine Stadtvilla mit perfekten Himmelsausrichtungen. Außerdem neben unserem Haus nichts nennenswertes, was Verschattungen wirft. Ein Problem haben wir, was auch leider ein Kostentreiber ist: unser Dach beginnt 6 Meter über dem Boden. Also ist ein Gerüst notwenig. Bei angedachten 3 Hausseiten à 10 Meter…🤐
        Wir hatten insgesamt mit 3 Firmen Termine bei uns vor Ort (man mag es kaum glauben, dass das vor kurzem noch recht problemlos möglich war!🙂). Wir haben uns durch eigene Recherche im Netz und Gesprächen mit Nachbarn auf die Termine vorbereitet, damit wir überhaupt in der Lage sind eigene Fragen zu stellen.
        Im Nachgang war es sehr interessant, wie unterschiedlich die Firmen diese Vor-Ort-Termine gestaltet haben:
        1. Firma A hat sich in Summe 2 Stunden Zeit genommen und uns wirklich (fast) alles im Detail erklärt inkl. der Wirtschaftlichkeitsberechnung. Diese war sehr nachvollziehbar dargestellt und jegliche Annahmen/Parameter transparent. Selbst beim Thema Batterien war der Berater (wirklich kein reiner Verkäufer!) ehrlich und sagte, dass sich das aus reiner Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bei den meisten nicht lohnt. Gründe hast du ja bereits in deinem Artikel aufgelistet. Sidefact: Ich hatte eigentlich mehr rhetorisch die Frage gestellt, ob wir bei einem Stromausfall weiter aus unserer PV-Anlage Strom erhalten. Überrascht war ich daher, dass dies NICHT so ist. Grund ist, der Wechselrichter ist am Hausstrom angeschlossen. Wenn da nix mehr kommt, kein Strom (außer mit Batterie-/Notstromlösung).
        In Summe haben wir uns im ersten Schritt bei dieser Firma sehr gut aufgehoben gefühlt.
        2. Firma B hatte schonmal den Termin verpennt und kam mit 2 Stunden Verspätung zu mir, nachdem ich angerufen hatte. Der Vergleichbarkeithalber haben wir hier die gleichen Fragen und uns erstmal „dumm“ gestellt. Leider war diese Firma ein reiner Verkäufer: Die Firma ist absolut von Batteriespeicher überzeugt und „beiweist jedem, dass sich das wirtschaftlich lohnt“ (Betonung auf wirtschaftlich). Und natürlich brauche ich eine Wartungsvertrag mit der Firma für 300€ im Jahr, damit meine Anlage regelmäßig gewartet wird. Hierzu sag ich erstmal nix weiter.
        3. Firma C ist etwas…, ausgeflippt. Ich weiß nicht, wie ich das anders beschreiben soll😅 Als der Fir.eninhaber hier ankam ist erstmal über unsere Garage aufs Dach gesprungen und hat das Dach vermessen😅😅😅 Aber in Summe sehr transparent, offen und ehrlich. Man hatte direkt ein gutes Gefühl.

        Nunja, wie man an meinen Ausführungen merkt, ist Firma B direkt raus gewesen. Im Endeffekt hat der Preis entschieden. Und da war Firma C in Summe knapp 20% günstiger als Firma A. Was man in diesem Zusammenhang sagen sollte, wir hatten das Glück uns noch die 900€ Förderung für eine Wallbox sichern zu können. Firma A hat uns eine Wallbox für 2300€ netto! angeboten, Firma C für 903€ brutto! Bei Firma C fehlt noch ein Typ2 auf Typ2 Kabel, aber das kostet keine 1400€.
        Im Dezember vor Weihnachten hatten wir uns entschieden und mit Firma C war dann Ende März für die Montage ausgemacht. Überrascht war ich, als er sich für Ende Januar angekündigt hat und die 3 sonnigen Tage im Januar für die Montage genutzt hat. Durch den Aufbau des Gerüstes hat es halt 1 Tag länger gedauert, als normal. Jetzt haben wir jeweils 10 Module auf der Ost, Süd und Westseite. Da zeigt sich in Summe ddr Vorteil vorallem jetzr in den Sommermonaten: teilweise fängt die Stromproduktion schon um kurz vor 6 Uhr an und geht bis ca. 21:30 Uhr.
        Am Spitzentag haben wir 76kWh produziert, und das trotz der 70% Kappung (haben noch keinen Smartmeter, Lieferengpass🙄).

        Warum haben wir eine so große Anlage geholt, die im Bezug auf den Eigenverbrauch nicht so wirtschaftlich ist? -> es steht der Kauf eines E-Autos an. 🙂

        Womit wir uns auch auseinandergesetzt hatten ist die steuerliche Geschichte. Da wir über 10 kWp sind, müssen wir eine Betriebseinnahmen und -ausgabenrechnung machen. Bei der Umsatzsteuerfrage habem wir erst überlegt und uns dann für den Ausweis der Umsatzsteuer entschieden. Dafür bekommen wir die Umsatzsteuer des Kaufes erstattet, müssen aber Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch zahlen.
        Sooo, es gibt noch so viel zu erzählen, aber erstmal genug für heute. Wenn du Fragen hast, einfach melden!
        LG Knut

        1. Danke für den tollen und ausführlichen Kommentar Knut.
          Das klingt ähnlich wie mein PV-Erlebnis bisher. Nur dass bei mir alle „Fullservice“-Anbieter beim Preis rausgeflogen sind und ich deswegen selbst aufs Dach steigen muss.
          Ein Gerüst wird wegen anderer Arbeiten aber schon stehen und einen Elektriker für den finalen Anschluss, die Anmeldung etc habe ich mittlerweile gefunden.
          Was habt ihr denn für die 11,25kwp ohne Wallbox gezahlt?
          Habt ihr alle 3 Himmelsrichtungen an einem einzelnen Wechselrichter mit 3 MPP Trackern hängen , oder habt ihr dafür mehrere Wechselrichter oder Optimierer gebraucht?
          Hast du einen Hybridwechselrichter gewählt an den du zukünftig eine Batterie anschließen könntest, oder siehst du dafür dann das Auto als Option?
          Lasst ihr euch bzgl der Steuern vom Berater betreuen oder macht ihr die EÜR und die USt selbst?
          Wäre es zur Vereinfachung nicht auch ein Weg gewesen knapp unter 10 kwp zu bleiben?

          Viele Grüße,
          Jens

          1. Hallo Jens,

            gerne teile ich meine Erfahrungen. 😃
            Wir haben inkl. Gerüst knapp 14T€ netto bezahlt. Die Module sind von IBC (375 Watt pro Modul) , der Wechselrichter ist von Fronius (Symo 10.0-3 M).
            Alle 3 Himmelsrichtungen sind an einem Wechselrichter angeschlossen mit 2 MPP-Trackern. Die Ost und Westseite sind zusammen an einem angeschlossen.
            Wir wollten zuerst einen Hybridwechselrichter haben, aber damals von Fronius Lieferzeit unbekannt. Haben uns dann entschieden, sofort Strom zu produzieren und haben einen „normalen“ Wechselrichter geholt. Dieser war auch knapp 1000€ netto günstiger als der Hybride.
            Das Auto als Option…. ich glaube unsere Wallbox kann das Bidirektionale nicht, beim E-Auto (eine Renault Zoe) weiß ich es nicht hundert pro ob das überhaupt ginge. War bis jetzt keine Überlegung, wäre aber natürlich super wenn es ginge.
            Steuern mache ich selber über Elster. Mit der Umsatzsteuervoranmeldung komme ich ohne Probleme zurecht, EÜR wird sich nächstes Jahr zeigen 😅
            Am schwersten fand ich das ausfüllen des Bogens für Selbstständige. Da habe ich echt nicht viel verstanden. Hier hat mir aber ein Anruf beim Finanzamt sehr weitergeholfen!
            Ich gebe dir recht, dass leicht unter 10 kWhp uns die EÜR erspart hätte. Wir haben halt gedacht, dass uns die Sache mit der Steuer keine Angst macht (mir macht es ähnlich wie dir Spaß, mich in so etwas reinzufuchsen 😉) und dann alle Seiten auch optisch gleich aussehen (ich weiß, nicht sehr rational). Was wir haben, haben wir.
            Ich bin bis jetzt sehr zufrieden, die vom Netzbetreiber für dieses Jahr per Abschlag geschätzte Einspeisevergütung haben wir bereits bis Juli produziert. Wobei es dieses Jahr auch ein extrem gutes PV-Jahr ist.
            Zur Steigerung des Eigenverbrauchs haben wir Gewohnheiten geändert. Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine usw. laufen alle tagsüber.
            Ich habe mir auch eine Excel-Tabelle gebaut, mit der ich einen sehr genauen Überblick über Einspeisung, Eigenverbrauch und Fremdbezug habe. Hier kann ich mir die Daten aus verschiedenen Blickwinkel anschauen. Quelle sind die Stromproduktion des Wechselrichters und die Zählerstände (1.8.0 für Fremdbezug, 2.8.0 für Einspeisung). Da wir eine Wärmepumpe haben, läuft das ganze über 2 Zähler, ist aber etwas „komplexer“.

            Bei weiteren Fragen, gerne. Freue mich über den Austausch.

            LG Knut

          2. Hallo Knut,

            danke für den detaillierten Einblick.
            Vor der EÜR brauchst du keine Sorge haben. Ich hab meine fürs Wohnmobilkleingewerbe als Baustein der Lohnsteuer mit WISO gemacht und fand es bisher sehr simpel. Direkt in Elster ist es vermutlich etwas komplexer, da kann man die 30€ für ein wenig Softwareunterstützung schon ausgeben.
            Wenn es gut läuft komme ich mit meiner Anlage auf Kosten von 12.000€ netto. Das würde die Rentabilität natürlich deutlich verbessern. Aber es wird lange dauern, bis die Anlage ans Netz geht. Die Lieferzeit für den Wechselrichter wird mit 6 Monaten geschätzt.

            Viele Grüße,
            Jens

  2. Hallo,
    bitte unbedingt weiter informieren.
    Ich hatte ebenfalls eine Planung für eine PV-Anlage laufen und habe Sie erstmal hinten angestellt. Die aktuellen Kosten sind einfach der Wahnsinn.

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